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Der Mensch und sein Konsum – Teil 1

Bei uns ist ausmisten und die Wohnung umgestalten hoch im Kurs. Da fällt ganz schön was an. Ihr kennt das?

Dinge die man eigentlich nie benutzt. Eigentlich…
Wozu hab ich das nochmal gekauft? Ach das leg ich mal dahin und dann mache ich das bald. So oder so ähnlich läuft es doch überall ab, oder? Wann ist denn dieser Moment?

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Thema kaufen und nicht kaufen. Leider gehöre ich zu den Menschen, die im Laden sich immer denken: „ach das brauche ich. Das kaufe ich jetzt! Dann ist das eben so. Nächstes Mal achte wieder mehr auf mein Geld. Wirklich!“ So geht das Tag ein Tag aus. Diese Vorfreude hält allerdings nicht lange an. Wozu also das Ganze?

Ich führe seit vielen Jahren ein Ein- und Ausgabenbuch.
Wir gucken beide nicht oft auf unsere Konten. Trotzdem haben wir sie im Blick. Damals sind wir durch das „nicht im Blick haben“ ziemlich auf die Nase gefallen. Irgendwann habe ich mir dann einfach eine Excel in Google Drive erstellt. Die Datei ist mit dem Google-Konto von meinem Mann und meinem Konto verknüpft. So können wir beide jederzeit rein gucken, außerplanmäßige Ausgaben vermerken und so sehen wir auch gleich wo unser Geld bleibt. Es ist mega praktisch und somit kann man auch gut mit seinem Geld übers Jahr planen. Am Ende des Monats wird es dann wieder interessant….

…. genau da merke ich dann immer, wo wir das ganze Geld gelassen haben … was war das denn bitte schon wieder? Nächsten Monat machen wir das aber nicht so…. Wir haben ja schon wieder so viel gekauft, was wir gar nicht unbedingt brauchen… das war doch gar nicht so geplant. Eigentlich wollten wir doch sparen…

Geht es euch auch so?

Nun sitzen wir zwischen all den Dingen, die wir haben und überlegen, was wir wirklich brauchen. Schon schräg was die Gesellschaft mit uns macht und was wir mit uns machen lassen? Wir haben die Wahl. Andere nicht!

Ich finde es ist an der Zeit, etwas an dieser Gesellschaft und diesem Konsum zu ändern. Mehr Nachhaltigkeit. Bewusster kaufen. Bewusster nicht kaufen. Heute ist mir klar geworden, dass ich eine Veränderung brauche. Hier fange ich also mal an.

Zunächst einmal fängt es damit an, dass viele morgens aufstehen und sich auf dem Weg zur Arbeit erstmal ein Frühstück beim Bäcker kaufen.
Ja die Verlockung ist groß. Das Loch im Geldbeutel wird aber viel größer… mir geht es nicht anders. Gerade jetzt denke ich darüber nach, dass ich für morgen früh noch nichts vorbereitet habe…. Zum Glück hat sich das schon extrem bei mir gebessert. Es gab bei mir eine Zeit, da habe ich das fast täglich gemacht. Was man hätte alles mit dem Geld tun können? *schäm

Viel besser ist es doch sich morgens oder am Abend vorher sein Frühstück zu Hause zu machen. Man kann es ja dann Zuhause, auf dem Weg zur Arbeit oder bei der Arbeit essen. Ist auf jeden Fall 100x günstiger und größtenteils auch viel gesünder. Sind wir doch mal ehrlich – am Ende liegen im Tresen, beim Bäcker, eine Zuckerbombe neben der anderen. Ein Franzbröthen hier, eine Laugenstange da und das leckere belegte Brötchen. Bitte nicht den Kaffee vergessen, ok?

Ich habe mir angewöhnt abends ab und an einen Brei anzurühren mit Reisflocken und frischem Obst. Lässt sich easy vorbereiten und man kann es Zuhause, auf dem Weg zur Arbeit oder bei der Arbeit essen. Perfekt! 🙂

Wem das zuviel ist, schmiert sich morgens ein leckeres, frisch gebackenes Brot oder isst ein selbstgemachtes Müsli mit leckerem, knusprigen Schoko Crunch. Johanna von dem Blog Pinke Pank hat da ein wirklich tolles Rezept gefunden. Werde ich auf jeden Fall die Tage mal antesten, da ich zb. morgens oder auch abends gern mal Obst mit griechischem Joghurt esse. Die Bilder sehen einfach zum Anbeißen aus. Da kommt das Schoko Crunch von Johanna natürlich wie gerufen. 🙂 Danke Johanna!

Nun ist dies nur die Spitze des Eisberges.
Dieser „Esskonsum“ zieht sich durch unseren gesamten Alltag.
Wir sollten viel mehr darüber nachdenken, was wir essen, was wir kaufen und wieder ein bisschen mehr zum Ursprung zurück kommen. Es braucht mittags keine langweilige Stulle sein oder abends nur Brot und Wasser.
Gern schreibe ich euch bei Interesse mal in einem gesonderten Beitrag auf, welche Rezepte ich für uns gefunden habe und wo ich mir die Inspiration suche um gesünder & nachhaltiger zu Essen. Mehr Qualität – weniger Konsum.

**** Dies ist ein Teil einer Reihe zum Thema Konsum. ***
In den weiteren Teilen geht es um Mithalten, Kleiden, Reisen uvm.

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